PRAXIS DR. MED. PIERRE VILLARS
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Schwerpunkt Operative Gynäkologie und Geburtshilfe
Senologie - Mitglied Brustteam Zürich und Brustcentrum Bethanien

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Inkontinenz Operation mit dem TVT Verfahren

Seit 1999 sind wir in der Lage, bei Problemen mit Urininkontinenz (Blasenschwäche), eine einfache und wirksame Operationsmethode anzubieten. Die TVT Operation (Tension-free Vaginal Tape) wurde in Schweden entwickelt und hat sich auf Grund der sehr guten Resultate in Europa rasch verbreitet.

Die Stressharninkontinenz (Blasenschwäche bei Husten, Niessen, Springen etc.) ist  bei Frauen ein häufig vorkommendes Problem. Nach einer vaginalen Geburt kann eine Schwächung des Beckenbodens auftreten. Dadurch kann es bei Einwirkung von "Stressfaktoren" wie Husten, Niessen, Springen, Sportaktivitäten etc. zu unwillkürlichen Urinabgang kommen, weil die Blase und die Harnröhre nicht mehr ausreichend gestützt werden. Als erste Massnahme empfiehlt sich ein gezieltes Beckenbodentraining unter Anleitung einer speziell geschulten Physiotherapeutin. Damit erzielt man in rund 40-50% der Fälle bereits befriedigende Ergebnisse. Wenn eine Frau aber weiterhin unter unwillkürlichen Urinverlust leidet, sollte eine Operation in Erwägung gezogen werden. Die besten Resultate erreichte man bisher mittels "Aufhänge-Operation" durch einen Bauchschnitt oberhalb des Schambeines (Operation nach Burch). Das TVT Verfahren benötigt jedoch keinen Bauchschnitt mehr und lässt sich in örtlicher Betäubung durchführen.

Schematische Darstellung der Harnwege und der Inkontinenz

Harnwege und Schliessmuskulatur

Die Harnröhre wird von der Schliessmuskulatur umgegben. Mit dem Alter nimmt die Anzahl Muskelfasern ab und die Muskulatur wird schwächer. Trockene Schleimhäute wegen eines Hormonmangels führen ebenfalls zu einer Verminderung der Verschlussfunktion.

Normaler Beckenboden

Bei einer normalen, nicht gesenkten Blase liegt die Verschlussmuskulatur innerhalb der Bauchhöhle. Bei einem plötzlichen Druckanstieg (wie beim Husten, Niessen) wird der Druck auch auf den Verschlussmuskel übertragen. Es ensteht kein unwillkürlicher Urinabgang.

Geschwächter Beckenboden

Bei einem geschwächten Beckenboden kommt es zu einer Blasensenkung und die Verschlussmuskulatur liegt nicht mehr innerhalb des Bauchraumes. Beim Husten und Niessen wird der Druck nicht mehr oder nur noch teilweise auf den Verschlussmuskel übertragen. Das führt zu ungewolltem Urinverlust

Inkontinenz-Operation mittels TVT

 

TVT: schematische Darstellung

Beim TVT Verfahren werden die Bauchdecken, die Region hinter dem Schambein und das Gewebe um die Harnröhre mit Lokalanästhesie umspritzt. Alternativ kann die Operation auch in Spinalanästhesie durchgeführt werden. Das Band wird hinter dem Schambein hochgezogen und soweit angezogen, bis die Patientin beim Husten-Test keinen Urin mehr verliert.

TVT: anatomische Darstellung

Das TVT-Band wird um die Harnröhre geführt  und hinter dem Schambein hochgezogen. Das Einführinstrument wird durch zwei kleine Einstiche zur Bauchdecke herausgeführt. Das Band braucht nicht angenäht zu werden und verwächst mit den Schichten der Bauchwand.
Die Harnröhre wird durch das TVT Band unterstützt und kann sich bei Stress nicht mehr senken.

TVT Band

Das TVT Band besteht aus Prolene, einem sehr gut gewebeverträglichen Kunststoff, der sich nicht auflöst.

Durch die dauerhafte Unterstützung der Harnröhre erzielt man in über 90% eine langfristige Kontinenz

Bei Problemen mit unwillkürlichem Urinverlust müssen wir zuerst feststellen, um was für eine Form der Urininkontinenz es sich handelt. Nebst Erhebung der Krankengeschichte werden wir nach Bedarf eine sog. "urodynamische Abklärung" veranlassen. Dabei wird mit einem Messapparat untersucht, wie die Druckverhältnisse in der Blase und Harnröhre aussehen.

Falls die Indikation zu einer TVT Operation gegeben sind, kann ich Sie in folgenden Spitälern operieren:

  • Klinik Im Park
  • Klinik Hirslanden
  • Privatklinik Bethanien

(nur bei halbprivat und privat versicherten Patientinnen möglich)

Urininkontinenz ist kein Tabu-Thema mehr! Zögern Sie nicht, Ihren Arzt aufzusuchen, falls Sie unter ungewolltem Urinverlust leiden!

 

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Stand: 02. August 2013