PRAXIS DR. MED. PIERRE VILLARS
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
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Verhütung mit der Antibaby-Pille

Die Pille ist ein sehr zuverlässiges hormonales Empfängnisverhütungsmittel und gehört zu den am häufigsten angewandten Methoden zur Familienplanung. Ihre Handhabung ist einfach und die Sicherheit ist hoch. Viele Frauen schätzen zusätzlich die positiven Vorteile auf die Menstruation wie regelmässige Zyklen, weniger Beschwerden und geringere Blutungen. Zudem verbessern sich bei vielen Anwenderinnen eventuelle Hautprobleme (Akne).

 

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Wirkungsweise der Pille

Die Antibabypille enthält die beiden Hormone Oestrogen (=Follikelhormon) und Gestagen (=medikamentöses Gelbkörperhormon)
Die Pille entfaltet Ihre Hauptwirkung zur Enpfängnisverhütung direkt im Hirn, in dem sie die Ausschüttung des Hormons GnRh bremst.
Damit wird auch in der Hypophyse (=Hirnanhangsdrüse) die Produktion der Hormone FSH und LH  vermindert, welche für die Ausreifung des Eibläschens verantwortlich sind. In der Folge wird der Eisprung unterdrückt und der Eieirstock kommt in eine Art "Schlafphase". Er produziert auch weniger Oestrogene (=Follikelhormon) und Progesteron (=Gelbkörperhormon), Diese beiden Hormone werden durch diejenigen aus der Pille ersetzt und sorgen auch für einen regelmässigen Zyklus. Zusätzlich bewirkt das Gestagen eine Veränderung des Schleimespropfes im Muttermundskanal, sodass die Spermien nicht mehr in die Gebärmutterhöhle aufsteigen können.

Im Gegensatz dazu enthält die "Minipille" nur das Hormon Gestagen und wirkt ausschliesslich über die Veränderung des Schleimpropfes (keine Verhinderung des Eisprungs).

Die verschiedenen Pillen

Moderne Pillen - auch "Mikropillen" genannt - enthalten weniger als 50 Millionstelgramm (=mcg) Oestrogenanteil. Die leichtesten Pillen enthalten in der Schweiz zur Zeit 20 mcg Oestrogenanteil, wobei bereits Pillen mit 15mcg gestestet werden. Alle heute verschriebenen Pillen enthalten das künstliche Oestrogen "Ethinylestradiol" und der Unterschied liegt  nur in der Dosierung und im Gestagen. Gestagene sind Substanzen, die dem natürlichen Progesteron (Gelbkörperhormon) ähnlich sind. Das Verhältnis von Oestrogen- zu Gestagenanteil und die Art des Gestagens entscheiden schliesslich, ob eine Pille gut vertragen wird. Was für die Freundin gut ist, kann für einem selbst ungeeignet sein!
Welche Pille verodnet wird, muss im Gespräch mit dem Arzt / der Ärztin entschieden werden. Wenn ein bestimmtes Präparat nicht vertragen wird, lohnt es sich meistens, ein anderes zu probieren.

Die oben beschriebenen Kombinationspräparate werden täglich während drei Wochen eingenommen, dann folgt eine Woche Pause, in der die Regelblutung einsetzt.

Schema der Pillen-Einnahme: Minipille und Micropillen (Kombinationspräparate)

Minipille
Gestagen
Kombinationspille: Einstufenpräparat
Gestagen Pillen-Pause
Oestrogen
Kombinationspille: Mehrstufenpräparat
Pillen-Pause
Gestagen
Oestrogen
Regelblutung
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Kapitel noch in Bearbeitung......

 

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Stand: 15. Oktober 2007