Was Sie über Mirena wissen solltenMirena ist eine Hormonspirale, welche Ihre Wirkung lokal in der
Gebärmuter entfaltet und eine langanhaltende, sehr sichere Schwangerschaftsverhütung
gewährleistet.
Ein elastischer Kunststoffzylinder, der direkt in die Gebärmutterhöhle eingelegt wird,
enthält das Hormon "Levonorgestrel", ein Gestagen (=Gelbkörperhormon),
das seit Jahren in vielen empfängnisverhütenden Pillen verwendet wird. Damit ist eine
langsame und gleichmässige Freisetzung des Gestagens direkt in die Gebärmutter
gewährleistet, wo es seine Wirkung entfaltet. Die Hormonbelastung des restlichen Körpers
ist dadurch sehr gering (ca. 20x geringer als unter einer Mikropille) und entsprechend
finden sich weit weniger Nebenwirkungen als unter der Pille. Zur sicheren Fixierung in der
Gebärmutterhöhle ist der Hormonzylinder mit einem elastischen T-förmigen Gebilde
verbunden, ähnlich wie bei anderen kupferhaltigen Spiralen.
Die empfängnisverhütende Wirkung von Mirena beruht auf der lokalen Freisetzung des Gestagens "Levonogestrel", welches aus dem Hormonzylinder von Mirena gleichmässig in die Gebärmutterhöhle angegeben wird.
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Wirkungungsweise von Mirena: 1 = Durch die Gestagenwirkung verdickt sich der Schleimpropf im Gebärmutterhals und die Spermien können dadurch nicht mehr in die Gebärmutter vordringen 2 = Hemmung der Spermienbeweglichkeit 3 = Das Gestagen vermindert das monatliche Wachstum der Gebärmutterschleimhaut. Damit kann sich eine Eizelle nicht mehr einnisten und die Monatsblutungen veringern sich auf natürliche Weise. |
Wie sicher ist Mirena?
Mirena ist eine der zuverlässigsten Methoden zur Schwangerschaftsverhütung, vergleichbar mit der Antibaby Pille oder der Unterbindung. Umfangreiche Studien haben gezeigt, dass von 1000 Frauen, die Mirena über ein Jahr anwenden, nur gerade 1-2 Frauen schwanger wurden (Pearl-Index 0,1 bis 0,2). Der Schutz vor einer ungewollten Schwnagerschaft besteht sofort nach dem Einlegen von Mirena
Wie lange wirkt Mirena?
Eine sichere Empfängnisverhütung mit Mirena besteht für 5 Jahre
Wird mit Mirena der Eisprung verhindert?
Durch den Einfluss der geringen Hormonmengen bleibt die Funktion der Eierstöcke unter Mirena weitgehend erhalten. Fast alle Frauen haben weiterhin einen Eisprung. Die empfängnisverhütende Wirkung von Mirena beruht im Gegensatz zur Pille nicht auf der Unterdrückung des Eisprungs, sondern auf der lokalen Wirkung in der Gebärmutter.
Wie verändert sich meine Menstruation?
| Normaler Zyklus: Ohne Mirena baut sich im Verlauf des Zyklus die Gebärmutter auf und beim Ausbleiben einer Schwangerschaft wieder ab. Dieser Abbau wird als Menstruation wahrgenommen. Je nachdem wie hoch die Schleimhaut aufgebaut wird, kann die Regelblutung unterschiedlich stark sein und Beschwerden verursachen. |
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Zyklus mit Mirena: Unter Mirena baut sich auf Grund der Gestagenwirkung die Gebärmutterschleimhaut nur schwach auf. Die Regelblutungen werden leichter, weniger schmerzhaft und können bei 20-30% der Frauen auch ganz ausbleiben. Diese Blutungsveränderungen sind aus medizinischer Sicht völlig harmlos und bleiben solange bestehen, bis Mirena entfernt wird. |
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Während der ersten 3 - 6 Monaten nach Einlegen von Mirena können
zu Beginn Zwischen- und Schmierblutungen auftreten. Diese sind harmlos und verringern sich
mit fortgeschrittener Anwendung von Mirena. Bei stark störenden Zwischenblutungen kann
der Arzt / die Ärztin zur Behandlung ausnahmsweise auch ein Hormonpräparat verschreiben.
Dies ist jedoch nur selten nötig.
Im allgemeinen nimmt nach 2-4 Monaten nicht nur die Stärke, sondern auch die Dauer der
Menstruation ab. Zusätzlich werden die typischen Periodenschmerzen leichter. Wie bereits
erwähnt kann bei einem Teil der Frauen die Periode ganz ausbleiben, was nicht als Zeichen
einer Schwangerschaft zu deuten ist, sondern eine direkte Folge der Gestagenwirkung von
Mirena auf die Gebärmutterschleimhaut ist. Ein Ausbleiben der Menstruation unter Mirena
ist deshalb medizinisch völlig unbedenklich! Auf Grund der bisherigen Erfahrungen traten
bei Frauen, die unter Mirena keine Menstruation mehr hatten, noch niemals eine ungewollte
Schwangerschaft auf.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Mirena wird allgemein sehr gut vertragen. Das Hormon Levonorgestrel,
welches von Mirena direkt an die Gebärmutterhöhle abgegeben wird, belastet den übrigen
Körper nur gering. Die messbaren Hormonspiegel liegen 20-100 mal tiefer, als bei der
Pille, so dass im Normal keine hormonbedingten Unverträglichkeiten auftreten.
In seltenen Fällen können, meist beschränkt auf die ersten 3 Monate nach Einlage von
Mirena, folgende Begleiterscheinungen auftreten: Brustspannen, Übelkeit, Akne,
Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen.
Nach der Einlage von Mirena können in den ersten Tagen menstruationsähnliche Beschwerden
wie Bauch- oder Rückenschmerzen auftreten.
Können Komplikationen auftreten?
Komplikationen mit Mirena sind sehr selten. Wenn die Spirale nicht korrekt liegt, können Schmerzen auftreten. Unerwartete Zwischenblutungen verbunden mit Unterleibsschmerzen könnten Anzeichen für eine Eileiterschwangerschaft sein (in grossen Studien weniger als 1 Fall pro 1000 Anwenderinnen). Sehr selten kann auch eine Verletzung der Gebärmutter beim Einführen von Mirena geschehen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann dies durch eine Ultraschalluntersuchung abklären.
Kann Mirena bei allen Frauen angewendet werden?
Obwohl mit Mirena nur sehr geringe Hormonmengen in den Körper gelangen, müssen dennoch frühere oder bestehende Erkrankungen berücksichtigt werden, die Anwendung von Mirena ausschliessen. Bitte informieren Sie deshalb Ihren Arzt / Ihre Ärztin über vergangene oder bestehende Erkrankungen, insbesondere Erkrankungen der Leber, der Geschlechsorgane, des Herzkreislaufsystems sowie Fettstoffwechselstörungen.
Kann Mirena nach einer Geburt und in der Stillzeit angewendet werden?
Mirena kann nach einer Geburt angewendet werden, sobald die Gebärmutter wieder ihre normale Grösse erreicht hat und sicher gestellt ist, dass keine Plazenta- oder Eihautreste in der Gebärmutterhöhle zu finden sind (also auch keine Lochienblutungen mehr vorliegen). Dies ist üblicherweise 6-8 Wochen nach Geburt der Fall.
Mirena enthält das Gestagen Levonorgestrel, welches die Milchproduktion nicht beeinflusst. Seit Jahren wurde zur hormonalen Verhütung die "Minipille" eingesetzt, welche in weit höherer Dosierung Gestagene freisetzt. Mit Mirena gelangen nur geringste Mengen an Hormonen in die Muttermilch. Nach heutigem Wissensstand haben diese kleinsten Gestagenmengen keinen negativen Einfluss auf den Säugling. In einigen Ländern wird in der Produkteinformation zu Mirena die Stillzeit als ungeeignet für Mirena angegeben. Anlässlich einer Fortbildungsveranstaltung der Universitätsfrauenklinik Zürich 1997 wurde jedoch von einer international zusammengesetzten Expertengruppe festgehalten, dass Mirena ohne weiteres während der Stillzeit angewendet werden kann.
Für welche Frauen ist Mirena am besten geeignet?
Grundsätzlich kann Mirena bei allen Frauen, also auch welche, die noch nie geboren haben, zur Empfängnisverhütung angewendet werden. Mit zunehmenden Alter und bei abgeschlossener Familienplanung werden meist längerfristige Methoden wie Mirena bevorzugt. Besonders Frauen mit Menstruationsproblemen wie starke oder schmerzhafte Regelblutungen profitieren ausgesprochen von Mirena.
Was passiert, wenn ich meine Meinung ändere oder schwanger werden will?
Mirena kann jederzeit durch Ihren Arzt / Ihre Ärztin entfernt
werden. Mirena wird einfach mit den Rückholfäden aus der Gebärmutter gezogen. Bereits 2
Tage später sollten Sie sich wieder gegen ungewollte Schwangerschaft schützen (z.B. mit
Kondom).
Die Möglichkeit schwanger zu werden, besteht sofort wieder bei Ihrem nächsten
Eisprung, so dass manche Frauen bereits im ersten Monat nach Ziehen von Mirena schwanger
werden. Erfahrungsgemäss verlaufen Schwangerschaften nach Entfernen von Mirena, als wäre
zuvor kein Mirena angewendet worden.
Wie kann ich die Lage überprüfen?
Durch Selbstuntersuchung kann die Anwenderin die Rückholfäden im Bereich des Muttermundes spüren. In keine Fall sollte aber an den Fäden gezogen werden, ansonsten Mirena verrutschen oder sogar herausgezogen werden kann. Sollten Sie die Fäden nicht mehr spüren, so kann es daran liegen, dass diese sich fest an den Muttermund geschmiegt haben oder im Muttermundskanal hineingerutscht sind. Im Zweifelfall kann Ihr Arzt / Ihre Ärztin den richtigen Sitz überprüfen. Erfahrungsgemäss verschiebt sich Mirena, einmal richtig eingelegt, nur äusserst selten. Plötzliche krampfartige Schmerzen oder ungewöhnliche Menstruationsblutungen können ein Hinweiszeichen für eine veränderte Lage von Mirena sein. In diesen Fall sollten Sie Ihren Arzt / Ihre Ärztin aufsuchen.
Wird mein Partner die Fäden spüren?
Die Rückholfäden von Mirena werden im Normalfall vom Partner nicht gespürt. Sollten die Fäden dennoch als unangenehm oder störend empfunden werden, bitten Sie Ihren Arzt / Ihre Ärztin die Fäden zu kürzen.
Wie oft muss ich mich mit Mirena gynäkologisch untersuchen lassen?
Nach der ersten Nachkontrolle, 1-2 Monate nach Einlegen von Mirena, erfolgen die weiteren Kontrollen im üblichen Rahmen der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung.
Vor- und Nachteile von Mirena auf einen Blick
| Vorteile | Nachteile |
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