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Hormonale Veränderungen
Die Produktion der weiblichen Hormone erreicht zwischen dem
25. und 30. Lebensjahr ihren Höhepunkt. Bereits ab zirka 35 Jahren wird zunächst die
Bildung des Gelbkörperhormons (Progesteron) vermindert, später reduziert sich auch
allmählich die Menge der gebildeten Östrogene.
Als Folge des Gelbkörperhormonmangels werden die Wechseljahre oft
mit unregelmässigen Menstruationszyklen eingeleitet. Es kommt zu unregelmässigen Pausen
zwischen den Perioden, bis schliesslich irgendwann zwischen dem 45. und dem 55. Lebensjahr
die Monatsblutungen ganz aufhören. Die stark verminderte Östrogenproduktion hat zur
Folge, dass die Gebärmutterschleimhaut nicht mehr aufgebaut wird und sich mit der Zeit
langsam zurückbildet. Als Folge bleiben die Perioden aus. Dieser Umstellungsprozess ist
ungefähr 56 Jahre nach der Menopause abgeschlossen. Die hormonale Umstellung in den
Wechseljahren äussert sich durch eine Reihe von typischen Symptomen, deren Ursachen zum
Teil auch seelisch bedingt sein können. Viele Frauen haben bewusst oder unbewusst Angst,
von ihrer Umgebung nicht mehr als vollwertige Frau akzeptiert zu werden. Das Gefühl,
etwas verloren zu haben, kann zu Mutlosigkeit, Spannung, Aggressivität und Depression
führen.
Die Hauptursache der Wechseljahrbeschwerden ist in der Umstellung des Hormonhaushaltes zu
suchen. Vor allem Hitzewallungen und Schweissausbrüche werden als störend empfunden.
Dazu kommen Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche, Herzklopfen, Schwindel und
Gewichtszunahme. Trockenheit der Scheidenwände und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
können die partnerschaftliche Beziehung stören. Kosmetisch sind vor allem der zunehmende
Elastizitätsverlust der Haut und dadurch die Faltenbildung und das dünner werdende Haar
als Folge des Östrogenmangels von Bedeutung. Nicht alle Frauen erleben die Wechseljahre
gleich intensiv. Die Beschwerden treten unterschiedlich stark in Erscheinung und werden
verschieden wahrgenommen. Fast ein Viertel der Frauen haben
ausser dem Ausbleiben der Monatsblutung keine Symptome. Fast ein Fünftel
der Frauen fühlen sich durch ihre Beschwerden im Alltag stark gestört.
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