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Leichte Form (Grad I)
Es finden sich im Bereich der Blase, der Gebärmutter (Uterus), der Eierstöcke oder der Bänder nur vereinzelte Endometrioseherde ohne Verwachsungen oder Eierstockzysten |
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Mässige Form (Grad II)
Bildung von Eierstockzysten (sog. Schokoladenzysten) und Verwachsungen zwischen Eileiter und Eierstock |
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Schwere Form (Grad III)
Nebst Zystenbildung finden sich narbig veränderte und verschlossene Eileiter. Die Endometriose kann in den Enddarm einwachsen und zu schweren Verwachsungen führen. Manchmal kann die Endometriose auch den Harnleiter umschliessen. |
Die Symptome der Endometriose sind sehr vielfältig und die Krankheit beeinträchtigt oft die Lebensqualität der Patientinnen. Als Leitsymptomë finden sich vor allem Schmerzen und als Folge der Erkrankung eine Kinderlosigkeit. Typische Beschwerden sind:
| Schmerzen und Krämpfe im Zusammenhang mit der Menstruation | |
| Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, vor allem bei Stellungen mit tiefer Penetration des Partners | |
| selten Zwischenblutungen | |
| Kinderlosigkeit Bereits kleine Herde können zu Störungen der Fruchtbarkeit führen. Oft finden sich als Folge der Krankheit narbig veränderte oder verschlossene Eileiter bzw. Verwachsungen, welche die Beweglichkeit des Eileiters einschränken |
Das Beschwerdebild, welches die Patientin schildert, lässt eine Endometriose meist vermuten. Bei der Untersuchung finden sich manchmal kleine Endometriose-Knötchen in der Vagina oder am Muttermund. Bei schwereren Formen können bei der gleichzeitigen Untersuchung von Vagina und Enddarm schmerzhafte Knötchen getastet werden. Da sich die Erkrankung aber meist in der Bauchhöhle ausbreitet, ist eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) für die definitive Diagnose unerlässlich.
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Ultraschall
Endometriosezysten lassen sich im Ultraschall gut erkennen: typisch sind die feinen Binnenechos, welche oft eine Art Spiegel am Boden der Zyste bilden |
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Bauchspiegelung I
Hier das entsprechende Bild, wie es sich bei der Bauchspiegelung präsentiert. Das Ovar ist zystisch vergrössert und ist gegen die Beckenwand hin verwachsen |
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Bauchspiegelung II
Nahaufnahme des Eierstocks anlässlich der Bauchspiegelung. Man erkennt die bläulich schimmernden Endometrioseherde. Nach Eröffnung entleert sich braune Flüssigkeit |
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Bauchspiegelung III
Bei genauer Untersuchung des Bauchfells finden sich bereits kleinste Endometrioseherde. Typisch sind auch die weissen, narbigen Veränderungen |
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Bauchspiegelung IV
Kleiner, bläulich schimmernder Endometrioseherd. Anlässlich der Bauchspiegelung lassen sich diese Herde mit dem Laser "verdampfen" |
1. Operation
Nach gesicherter Diagnose durch Bauchspiegelung ist es das Ziel. möglichst alle
Endometrioseherde zu entfernen. Dies kann laparoskopisch durch vollständiges
Herauschneiden von grösseren Knötchen oder von Eieirstockzysten erfolgen.
Kleinere Herde werden meist mit dem CO2-Laser "verdampft".
Wir haben dank moderner Ausrüstung die Möglichkeit, solche Operationen in den
Privatkliniken durchzuführen
2. Medikamentöse Nachbehandlung
Im Anschluss an die Operation ist es oft angezeigt, eine medikamentöse
Nachbehandlung für 3-6 Monate anzuschliessen. Zu diesem Zweck
erhielt die
Patientin bisher eine Depot-Spritze mit einem Hormon, welches die Eierstockfunktion
stark unterdrückt und eine vorübergehende, künstliche Abänderung erzeugt. Um
die unangenehmen Folgen der Behandlung zu mildern (Wallungen, Verlust an
Knochensubstanz), können Hormonkombinationen in niedriger Dosierung
verschrieben werden (Oestrogen-Gestagen-Kombination oder neu auch Tibolon /
Livial®)
Neu wurde ein Minipille ähnliches Medikament
(Visanne®) eingeführt, welches ein modernes
Gestagen enthält. Dieses unterdrückt die Endometriose in ähnlicher Weise, wie
die Depot Spritzen. Da weniger Nebenwirkungen auftreten, die Periodenblutungen
und auch die Schmerzen gut unterdückt werden, setzen wir heute bevorzugt dieses
neue Medikament zur Nachbehandlung ein. Mit diesen Tabletten ist auch eine
Langzeitbehandlung möglich.
3. Psychologische Betreuung
Ebenso wichtig ist die begleitende psychologische Betreuung der Patientin, weil
die Lebensqualität der betroffenen Frauen oft stark eingeschränkt ist und die
sich die Folgen der Kinderlosigkeit und der Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
auf die Paarbeziehung auswirken können. Es existieren auch
diverse Selbsthilfegruppen.
Keckstein J.: Endometriose. Die verkannte Frauenkrankheit!?
Diagnostik und Therapie aus ganzheitmedizinischer Sicht.
Diametric Verlag Würzburg 1998
Sillem, Martin: Wirksame Hilfe bei Endometriose
Ein Ratgeber für Frauen: wie Ihr Arzt Sie behandelt.
Trias-Ratgeber, 1998, SFr. 16.60
ISBN 3-89373-472-4
http://www.endometriosiszone.org/
Ausführliche Website in englischer Sprache mit vielen Links zu weiteren
Endometriose Websites
http://www.endozone.org
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