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Hormonersatzbehandlung und BrustkrebsDer Zusammenhang zwischen Hormonersatzbehandlung
(Östrogene) und
Brustkrebs wird zur Zeit sowohl in den Medien als auch unter Experten intensiv
diskutiert. Dabei werden Studien zitiert, welche vorwiegend aus den USA stammen
und bei denen die Patientinnen meistens hohe Dosen von Östrogenen (und
Gestagenen) erhielten.
Ein Kausalzusammenhang lässt sich jedoch nicht definitiv beweisen und nach
neueren Erkenntnissen, scheinen andere Faktoren weit wichtiger zu sein. Zu
diesen Faktoren gehören eine individuelle Vernanlagung durch Erbgutvarianten,
wie auch Ernährungsgewohnheiten, Übergewicht, Alkoholkonsum, Rauchen und
sportliche Aktivität, welche mehr Einfluss haben, als die alleinige Östrogensubstitution.
Aus obiger Grafik ist ersichtlich, dass die Hormonersatzbehandlung (HRT=hormon replacement therapy) das Brustkrebsrisiko auch nach 10 Jahren nur geringfügig ansteigen lässt und dass Alkoholkonsum wie auch Übergewicht das Risko für einen Brustkrebs weit mehr beeinflussen. Auf der anderen Seite verringert eine regelmässige körperliche Aktivität das Brustkrebsrisiko. Seit den wissenschaftlichen Arbeiten am "Human Genom Project", bei dem das menschliche Erbgut entschlüsselt wurde, sind mehrere Erbgutvarianten bekannt, die mit einem Ansteigen des Brustkrebsrisikos in Zusammenhang gebracht werden. Je nachdem, welche Erbgutvariante eine Frau besitzt, ist die Anreicherung von natürlichem Östrogen und dessen biochemische Abbauprodukte im Brustgewebe sehr unterschiedlich. Ebenso können Alkoholkonsum und Übergewicht je nach Erbgut unterschiedlich negative Auswirkungen haben. Dadurch kann die Entstehung eines Brustkrebses begünstigt werden. Bereits heute lässt sich mittels Gentechnologie (sog. Gen-Chips zur Bestimmung eines Genpolymorphismus) das individuelle, genetische Brustkrebsrisiko bestimmen. Damit wird es in Zukunft möglich sein, eine Frau noch besser zu beraten und entsprechende Therapiekonzepte zu diskutieren. Ebenso wird man der Frau Ratschläge zu Veränderungen der Lebensgewohnheiten (Lifestyle-Beratung) geben können. Was sind die Rückschlüsse für unser Therapie-Konzept :
Allgemeine Ratschläge betreffend Lebensgewohnheiten (Lifestyle):
Nebst positiven Auswirkungen auf das Brustkrebsrisiko,
haben oben erwähnte Lifestyleveränderungen auch positive Auswirkungen auf die
anderen Alterungsprozesse im Körper (Stichwort: Anti-Aging)! |
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