Diagnostik der Brustdrüsenerkrankungen
Ultraschall der Brust
Mammographie
Magnet Resonanz Imaging (MRI)
Aktuell finden hauptsächlich die Mammographie, der Ultraschall und
die Magnetresonanz (MRI) Anwendung zur Darstellung der weiblichen Brust. Das
Standardverfahren ist die Mammographie, wobei der Brustultraschall durch die neuen,
hochauflösenden Geräte zunehmend an Bedeutung gewinnt. Bei unklaren Fällen hilft meist
die MRI Untersuchung weiter. Jedes Verfahren hat vor und Nachteile, die wir jeweils
individuell mit der Patientin besprechen.
Als Mitglied des Brustzentrums Seefeld
können wir unseren Patientinnen eine optimale und rasche Abklärung von
Brustveränderungen aus einer Hand anbieten.
Der Ultraschall stellt eine sinnvolle Ergänzung der Mammographie
dar. Bei jungen Frauen unter 40 Jahren und bei röntgendichten Brüsten ist die
Ultraschalluntersuchung oft aufschlussreicher als die Mammographie. Viele Frauen schätzen
den Ultraschall wegen der fehlenden Strahlenbelastung und der schmerzlosen Untersuchung.
Dank unseres neuen 3D Ultraschallgerätes lassen sich verdächtige Befunde
noch genauer untersuchen (siehe Bilder weiter unten).
Beispiele von gutartigen und bösartigen
Brustknoten, welche anlässlich der Jahreskontrolle mittels Ultraschall in der
Sprechstunde entdeckt wurden.
Gutartige Befunde zeichnen sich aus durch eine scharfe Begrenzung und durch eine
Verstärkung der Echos (helles Band) unterhalb des Befundes.
Typisch für eine Krebsgeschwülst sind die unregelmässige dunkle Echostruktur und der
Schallschatten unterhalb des Tumors.
 |
 |
| gutartige
Zyste 9x16mm |
gutartiger
Knoten 5x6mm gross |
 |
 |
| Brustkrebs
5x6mm gross |
Brustkrebs
7x10mm gross |
 |
 |
|
Links kleiner Brustkrebsknoten von 8mm
und rechts grösserer gutartiger Knoten |
Gleicher Befund in der 3D-Darstellung:
beim kleinen Knoten ist die unscharfe Kontur mit den Krebsfüsschen besonders
gut sichtbar. Dagegen ist der grosse Knoten scharf begrenzt und deshalb
gutartig |
 |
 |
|
Im konventionellen 2D Ultraschall ist
der kleine Knoten nicht typisch bösartig aussehend. Das unregelmässige
Echomuster lässt aber ein Karzinom vermuten. |
Dagegen lässt sich im 3D Ultraschall
die unregelmässige Kontur mit den Krebsfüsschen, welche ins umliegende
Gewebe einwachsen, gut darstellen und der Knoten erscheint deshalb als
bösartig. |
Gemäss den neusten KVG Richtlinien wird eine Mammographie ab dem
50. Altersjahr alle 2 Jahre durch die Krankenkasse bezahlt. Grosse Studien haben
aufgezeigt, dass regelmässige mammographische Kontrollen der Brust (alle 2 Jahre) die
Sterblichkeit an Brustkrebs um etwa einen Drittel senkt.
Die Mammographie sollte kurz nach der Periode erfolgen, da die Brust
zu diesem Zeitpunkt am wenigsten empfindlich ist. Die Strahlenbelastung ist mit den
modernen Geräten sehr gering und stellt nach heutigem Wissen kein erhöhtes Risko für
die strahlenbedingte Entstehung eines Brustkrebses dar.
 |
 |
Brustkrebs
mit typischen "Krebsfüsschen"
(Bild Prof.R.Otto, Baden) |
Mikrokalk
als erstes Zeichen des Krebs
(Bild Prof.R.Otto, Baden) |
Beim MRI wird die Brust innerhalb einer Magnetspule ohne Belastung
durch Röntgenstrahlen untersucht. Das Verfahren eignet sich besonders bei unklaren
mammographischen Befunden. Durch Einspritzen des Kontrastmittels "Gadolinium" in
eine Vene, kann die Anreicherung des Kontrastmittels in Krebsgeschwülsten mit hoher
Sicherheit aufgezeichnet werden. Dabei können auch kleinste Satelitenherde in der Brust
nachgewiesen werden. Das Verfahren ist recht teuer und es ist ratsam, zuerst von der
Krankenkasse eine Kostengutsprache einzuholen.
 |
| Brustkrebs
mit kleinem Satelitenherd |
[Seitenanfang]
|