D Diagnostische Möglichkeiten (forts.)
4. Hysteroskopie

Bei der Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie), die meist in Vollnarkose durchgeführt wird, kann mit Hilfe einer röhrenförmigen Lupe (Endoskop) über einen Adapter am Muttermund Veränderungen der Schleimhaut oder Verwachsungen festgestellt werden, dabei Proben entnommen oder gar Verwachsungen beseitigt werden.

5. Laparoskopie

Bei der Bauchspiegelung (Laparoskopie), die in Vollnarkose durchgeführt wird, wird ein Endoskop durch die Bauchdecke geschoben, so dass man den gesamten Bauchraum betrachten, Veränderungen der Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter erkennen oder die Eileiterdurchgängigkeit mittels einer Farblösung prüfen kann (vgl. Abb. 6). Durch die Bauchspiegelung kann man ebenso eine Endometriose feststellen.

 

6. Postkoitaltest

Für den Test wird einige Stunden nach dem Geschlechtsverkehr aus dem Gebärmutterhals etwas Schleim zur mikroskopischen Untersuchung entnommen.

Nebst der Beschaffenheit des Schleimes (Qualität und Menge) hat der Arzt die Möglichkeit, das Überleben der Samenzellen im Schleim zu untersuchen. Normalerweise sollten unter dem Mikroskop bewegliche Spermien erkennbar sein.

7. Spermiogramm

Die Zeugungsfähigkeit des Mannes kann durch eine mikroskopische und computerunterstützte Beurteilung der Samenflüssigkeit (Spermiogramm) festgestellt werden.

Der Mann wird gebeten, eine durch Masturbation gewonnene Samenprobe im Labor oder beim Arzt abzugeben. Dort wird unter dem Mikroskop untersucht, ob genügend Spermien mit gesunder Form und guter Beweglichkeit im Ejakulat vorhanden sind. Da die Qualität der Samenflüssigkeit sehr schwanken kann, sollten zwei Untersuchungen im Abstand von ca. 3 Monaten durchgeführt werden.