B Natürliche Fortpflanzung (forts.)
4. Befruchtung und Einnistung des Embryos

Spermien können nach einem Geschlechtsverkehr bis zu 48 Stunden oder sogar länger im Geschlechtstrakt
der Frau überleben. Im Gebärmutterhalsschleim werden die Samenzellen von der Samenflüssigkeit getrennt; der Schleim dient dazu, normale und bewegliche Spermien auszusondern. Lediglich ein kleiner Teil der Spermien erreicht schliesslich die Eizelle. Die Befruchtung der Eizelle findet normalerweise im Eileiter statt (vgl. Abb.4). Dabei verschmilzt meistens ein im Eileiter wartendes Spermium mit einer Eizelle. Danach beginnt die Zellteilung.

5-6 Tage nach der Befruchtung nistet sich der Embryo in die Gebärmutterschleimhaut ein. Die Plazenta (Mutterkuchen) beginnt mit der Ausschüttung des Humanen Choriongonadotropins (HCG), welches die Östrogen- und Progesteronproduktion des Gelbkörpers anregt. Diese Hormone sorgen dafür, dass die Beschaffenheit der Gebärmutterschleimhaut für die weitere Entwicklung des Embryos geeignet ist.

Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft bei gesunden, jungen Paaren liegt bei ca. 20% pro Zyklus.

Dies bedeutet, dass gesunde, junge Paare durchschnittlich ca. 5 Monate (d.h. 5 Menstruationszyklen) benötigen, bis es zu einer Schwangerschaft kommt.