B Natürliche Fortpflanzung
Um die Sterilitätsbehandlung für Sie verständlicher zu machen, werden hier zunächst kurz die natürlichen Abläufe während der Fortpflanzung beschrieben.
1. Die wichtigsten Hormone zur Steuerung des weiblichen und männlichen Fortpflanzungszyklus
 
Die hormonelle Steuerung des weiblichen und männlichen Fortpflanzungssystems erfolgt durch das Zusammenspiel von Hypothalamus, Hypophyse und Geschlechtsorganen mit Hilfe der Hormone, die sie ausschütten (vgl. Abb. 1).
Der Hypothalamus schüttet gonadotropinfreisetzendes Hormon (GnRH) aus, welches die Freisetzung von follikelstimulierendem Hormon (FSH) und luteinisierendem Hormon (LH) aus der Hypophyse auslöst. FSH und LH wiederum stimulieren die Eierstöcke bzw. die Hoden zur Ausschüttung der Geschlechtshormone (Östrogene, Progesteron und Testosteron).
Sind genügend Geschlechtshormone vorhanden, reagiert der Hypothalamus mit einer Drosselung der GnRH-Freisetzung.
Die niedrigere GnRH-Ausschüttung signalisiert dann der Hypophyse, weniger FSH und LH freizusetzen, was zu einer reduzierten Geschlechtshormonfreisetzung führt und somit den Regelkreis schliesst.